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GefahrstofflagerungGefahrstoffhandlingArbeitsschutz
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In der heutigen Zeit sind Gefahrstoffe ein unverzichtbarer Bestandteil vieler industrieller Arbeitsprozesse.
Die gesetzeskonforme und technisch richtige Lagerung spielt dabei eine zentrale Rolle.

 

Was sind Gefahrstoffe?
Der Begriff „Gefahrstoffe“ umfasst im allgemeinen Stoffe und Substanzen, die ein hohes Gefährdungs-
potential für die Gesundheit von Mensch und Tier oder die Umwelt aufweisen. Hierzu zählen unter
anderem bereits Farben, Lacke, einige Pflanzenschutz- oder Reinigungsmittel.

 

Gesetzesauszug Chemikaliengesetz (ChemG)§ 3a ChemG
Gefährliche Stoffe und gefährliche Zubereitungen
(1) Gefährliche Stoffe oder gefährliche Zubereitungen sind Stoffe oder Zubereitungen, die

 

 
  1. explosionsgefährlich,
  2. brandfördernd,
  3. hochentzündlich,
  4. leichtentzündlich,
  5. entzündlich,
  6. sehr giftig,
  7. giftig,
  8. gesundheitsschädlich,
  9. ätzend,
  10. reizend,
  11. sensibilisierend,
  12. krebserzeugend,
  13. fortpflanzungsgefährdend,
  14. erbgutverändernd oder,
  15. umweltgefährlich sind;

 

ausgenommen sind gefährliche Eigenschaften ionisierender Strahlen.

 

 

(2) Umweltgefährlich sind Stoffe oder Zubereitungen, die selbst oder deren Umwandlungsprodukte
geeignet sind, die Beschaffenheit des Naturhaushaltes, von Wasser, Boden oder Luft, Klima, Tieren,
Pflanzen oder Mikroorganismen derart zu verändern, dass dadurch sofort oder später Gefahren für
die Umwelt herbeigeführt werden können.

 

 

§ 19 (2) ChemG
Gefahrstoffe im Sinne dieser Vorschrift sind

 
  1. gefährliche Stoffe und Zubereitungen nach § 3a sowie Stoffe und Zubereitungen, die sonstige
    chronisch schädigende Eigenschaften besitzen,
  2. Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die explosionsfähig sind,
  3. Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, aus denen bei der Herstellung oder Verwendung Stoffe
    nach Nummer 1 oder Nummer 2 entstehen oder freigesetzt werden,
  4. Stoffe und Zubereitungen, die die Kriterien nach den Nummern 1 bis 3 nicht erfüllen, aber aufgrund
    ihrer physikalisch chemischen, chemischen oder toxikologischen Eigenschaften und der Art und Weise,
    wie sie am Arbeitsplatz verwendet werden oder dort vorhanden sind, eine Gefährdung für die Gesundheit
    und die Sicherheit der Beschäftigten darstellen können,
  5. alle Stoffe, denen ein Arbeitsplatzgrenzwert im Sinne der Rechtsverordnung nach Absatz 1 zugewiesen ist.

 

Es ist zu beachten, dass einige Gefahrstoffe aber auch erst beim Herstellungs- und/oder Verarbeitungsprozess
entstehen können.
Gefahrstoffe sind gemäß den Bestimmungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) zu verpacken und zu kenn-
zeichnen. Sie lassen sich an diesen Kennzeichnungen, wie den Gefahrensymbolen und –bezeichnungen erkennen.
Zusätzlich schreibt die Gefahrstoffverordnung vor, dass derjenige, der gefährliche Stoffe in den Verkehr bringt,
seinen Abnehmern ein Sicherheitsdatenblatt übermitteln muss, das sämtliche Angaben beispielsweise zur genauen
Zusammensetzung, zu möglichen Gefahren, dem Transport oder auch zur Lagerung der Stoffe enthalten muss.